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Erich Hess reicht Motion für Hundeführereinheiten ein

Der frisch gewählte Grossrat Erich Hess reichte – in Absprache mit der Vereinigung sifa – SICHERHEIT FÜR ALLE – am 12. Juni 2018 im Grossen Rat des Kantons Bern einen parlamentarischen Vorstoss ein, welcher die Schaffung von Hundeführereinheiten im Polizeikorps fordert. Nach diverser Vorarbeit auf informativer Ebene (öffentliche Sensibilisierung durch Vorträge und publizistische Beiträge), wird die Forderung damit ins erste kantonale Parlament getragen.

Die Motion im Wortlaut:

Der Regierungsrat wird wie folgt beauftragt:

Die Kantonspolizei ist mit präventiv wirkenden, schlagkräftigen, grösseren und sorgfältig ausgebildeten Hundeführereinheiten zu verstärken. Die Ausbildung von Diensthunden ist dahingehend zu intensivieren und auszubauen, dass die Polizei

  • im öffentlichen Raum und an «latent gefährlichen Brennpunkten» mit professionellen Hundeführern und Diensthunden – zwecks Prävention – jederzeit mit Patrouillen für Recht und Ordnung sorgen kann
  • Hundeführereinheiten im Rahmen von Grossveranstaltungen, bei Demonstrationen und spontan oder organisiert stattfindenden Massenzusammenrottungen einsetzen kann

Die Hundeführereinheiten können auf Ersuchen befreundeter Polizeikorps auch ausserhalb des Kantons Bern eingesetzt werden. Die Polizeikorps regeln die Voraussetzungen und Finanzierung im Rahmen von bestehenden oder zu schaffenden Konkordaten.

Begründung:

Bandenmässig verübte, oft spontan auftretende Gewalt stellt eine starke Bedrohung für die öffentliche Sicherheit unseres Kantons dar. Massenzusammenrottungen, von denen Gewalt ausgeht, können schnell und unverhofft, aber auch in organisierter Form auftreten – aktiv gebildet, um kriminelle Taten zu begehen. Im Kanton Bern beispielsweise im Umfeld der Reithalle und nach Fussballspielen, in deren Umfeld sich immer wieder Hooligan-Mobs bilden, die Sachschäden und Ausschreitungen verursachen.

Man denke auch an wiederkehrende Aufmärsche und Saubannerzüge aus dem Bereich des politischen Extremismus – mit denen sich der Kanton Bern konfrontiert sieht – oder an Vorkommnisse wie jene in der Kölner Silvesternacht 2015, wo Frauen massenhaft belästigt und bedrängt wurden und die leider auch bei uns passieren können. Die Polizei ist professionell auszurüsten, um solche Verbrechen im Keim zu ersticken, Täter zu stoppen und konsequent der Strafuntersuchung zuzuführen. In Extremsituationen müssen die Einsatzkräfte weiterhin schnell einsatzfähig sein, um Recht und Ordnung jederzeit durchzusetzen.

Ein wirksames Mittel zur Unterstützung der polizeilichen Einsatzkräfte sind professionell ausgebildete Hundeführereinheiten (Polizeieinheiten mit Diensthunden). Hundeführer können in ernsten polizeilichen Lagen wichtige Funktionen übernehmen: beispielsweise festgenommene Randalierer sichern und an der Flucht hindern. Dazu haben grössere Patrouillen mit Polizeihunden ein hohes Abschreckungspotenzial, womit sie durch ihre blosse Präsenz erreichen können, dass Straftaten gar nicht erst begangen werden. Diensthunde werden von Armee, Polizei und Grenzwachtkorps seit Jahren überaus erfolgreich eingesetzt, sei es in der Drogenfahndung, der Fähr-tenarbeit und im Personen- und Gebäudeschutz. So waren im Jahr 2014 schweizweit fast 20’000 polizeiliche Einsätze mit Diensthunden registriert.

>> Zum Crowdfunding-Projekt auf tells-geschoss.ch: Hundeführer-Einheiten in den Polizeikorps

>> Zum Vorstoss auf der Webseite des Grossen Rats des Kantons Bern: be.ch

 

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